Duo Wolfsmond - Creative Tantra Events Berlin

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Das Innere Tier in uns steht für das erste Chakra, genannt auch das Wurzelchakra. Wer es nicht weiß, Chakren sind Energiezentren in unserem Körper. Es gibt insgesamt sieben Chakren.

Das Wurzelchakra befindet sich am Damm, zwischen den Genitalien und dem Anus sowie dem Steißbein. Seine Resonanzfarbe ist rot. Es steht in Bezug zum physischen Körper und bildet eine wichtige Basis für die Entwicklung des gesamten Chakren-Systems. Nach der Chakrenlehre fließt die Energie in unserem Körper von unten nach oben. Wenn wir die Energie in unserem ersten Chakra öffnen und befreien, ist der Weg für die Energie frei, in das nächsthöhere, zweite Chakra zu fließen.
Durch die Öffnung des ersten Chakras öffnen wir auch unsere Energie zur Erde, können uns tief mit Mutter Erde verbinden und ihre nährende Energie in uns aufnehmen. "Dieser Mensch steht mit beiden Beinen im Leben. Er ist geerdet." sagen wir zum Beispiel dann. Aus der Verbindung mit der Erde, (dem Ankommen in Mutters Schoß) wachsen wir, richten uns auf zu Vater Sonne und erobern die Welt, verwurzelt mit der Erde.

Das erste Chakra steht auch für die brachiale Gewalt in uns, leben zu wollen. Jeder, der schon einmal sein Leben bedroht sah, wird diese Energie kennen, die in diesem Moment freigesetzt wird. Sie ist so unglaublich stark, das wir uns oft davor fürchten.

Mit 24 Jahren bin ich beim Schlittschuhlaufen auf einem See im Süden Berlins in ein vorher nicht sichtbares Wasserloch auf dem See hineingefallen. Meine Freundin lief ca. 10 m vor mir. Es war ein sonniger Tag, der Schnee glänzte weiß auf dem ansonsten gut zugefrorenen See. Ich befand mich also mit einem Mal bis zur Taille im Wasser, und wurde tiefer und tiefer gezogen. Mit einer mir bis heute unvorstellbaren Kraft stützte ich mich auf den Rand des Eislochs, der zum Glück nicht abbrach und zog mich aus dem Wasser. Da drehte sich meine Freundin um, sie war vielleicht 20 m vor mir. "Du bist ja ganz nass". Ich zitterte am ganzen Leib und begriff erst später, und immer wieder, was geschehen war. Völlig reflexhaft hatte ich in diesem Moment gehandelt, mein Körper hatte die Kontrolle über mich übernommen. Ich war überhaupt nicht gefragt worden, ob und wie ich aus dem Eisloch heraus krabbeln möchte. Mein Körper, oder, um noch genauer zu sein, "etwas" in mir hatte das getan, ohne mich zu fragen.

Wie kann sich die Öffnung des ersten Chakras anfühlen?

Ein Mensch mit geöffnetem  Wurzelchakra lebt aus einem Gefühl von Sicherheit, Stabilität und Urvertrauen. Er fühlt sich wohl im Körper und hat die Angst vor dem Leben und körperlichen Erfahrungen weitgehend verloren. Er hat eine innere Stabilität und Sicherheit entwickelt, die unabhängig von wechselhaften und unsicheren äußeren Umständen ist. Er ist völlig verkörpert und geerdet, hat eine tiefe, persönliche Verbindung zur Erde und ihren Bewohnern. Er ist in seinem Körper auf diesem Planeten zuhause, steht mit „beiden Beinen im Leben“ und strahlt eine lebensbejahende innere Haltung aus. Materieller Mangel und existenzielle Ängste sind ihm eher fremd.

Tandana

s. auch: Die Erweckung des Inneren Tieres - Veranstaltung


Kommentare   

Wolfram
# Mein GefühlWolfram 2015-07-07 21:31
Danke! Auch wenn Deine Worte anfangs ungewöhnlich klingen, so kann ich mich doch in ihnen, im Text, wiederfinden, gerade im letzten Absatz! Der ist so schön formuliert, dass ich erkennen muss: So fühle ich mich auch!
Wolfram :D
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Tobias
# Loch im EisTobias 2015-10-11 16:28
Hallo Tandana,

wahnsinn, mir ist exakt das Gleiche passiert. Mit Anfang 20 bin ich beim Eishockey mit Freunden in ein unmarkiertes Fischerloch gefahren, dann bis zur Taille ins Wasser gezogen wurden, irgendwie mich nach vorne gekämpft, wo das Eis immer wieder wegbrach, bis es schließlich hielt und ich mich rausziehen konnte. Ich glaube, in bestimmten Momenten öffnet sich einfach deine Lebenskraft, ohne dass du vorher Chakraübungen gemacht haben musst...

Frostig-freudige Grüße
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